Hypnose, Meditation, Trance, Entspannung sind natürliche Bewusstseinszustände, in denen wir Kontakt zu tieferen Schichten unseres Bewussten und Unbewussten aufnehmen können. Wir können lernen und üben wie es geht, in diese Bewusstseinszustände zu gelangen und sie aufrecht zu erhalten.

Dadurch sind viele Leiden und Beschwerden behandelbar, gerade auch viele, für die es keine guten schulmedizinischen oder medikamentösen Therapiealternativen gibt.

Auch viele Erkrankungen, die schulmedizinischer Behandlung bedürfen, lassen sich gut unterstützend mit Entspannungs- und Hypnosemethoden behandeln, wodurch der Bedarf an Medikamenten verringert werden kann.

Was ist Hypnose

Als Hypnose wird ein Bewusstseinszustand bezeichnet, der sich sowohl vom Wach- als auch vom Schlafzustand unterscheidet, also eine Art Trance. Der Begriff Hypnose hat auch damit zu tun, dass der Zustand von einer anderen Person hervor gerufen werden kann, d.h. eine Person von einer anderen hypnotisiert wird. Bei der Selbsthypnose bringt sich die hypnotisierte Person selbst in einen veränderten Bewusstseinszustand.

In der Regel wird mit verschiedenen Techniken der therapeutischen Hypnose und Selbsthypnose eine angenehme Art von hypnotischer Trance angestrebt. Sie kann dazu dienen, tief und wirkungsvoll zu entspannen (Entspannungshypnose), oder mit der in der Hypnose verbesserten Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit psychische Problemfelder zu erkunden.

Der hypnotische Trancezustand ähnelt Trancezuständen, die durch andere Methoden herbei geführt werden, wie etwa durch Meditation. Lesen Sie hier mehr dazu

Wann kann Hypnose helfen

Der Einsatzbereich von Hypnose und Selbsthypnose ist sehr breit. Bereits der tiefe Entspannungszustand, der durch Hypnose hervorgerufen wird, hat zahlreiche positive Auswirkungen auf z.B. Stresssymptome, Schlaf, Verspannungen oder Schmerzen.

Schon eine einzige Hypnosesitzung ist manchmal in der Lage, über Tage den Nachtschlaf zu verbessern oder ein unangenehmes Körpersymptom wie etwa einen Kopf- oder Rückenschmerz nachhaltig zu bessern.

Wird in der Hypnose psychotherapeutisch vorgegangen, ist die Verbesserung einer Vielzahl psychischer Symptome möglich, wie z.B. von Ängsten und Phobien, oder ungesunden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten (Übergewicht, Rauchen, Alkohol).

Einen besonderen Stellenwert hat Hypnose bei der Behandlung von Stresssymptomen, Schmerzen und funktionellen, manchmal psychosomatisch genannten, Beschwerden. Besonders für das Reizdarmsyndrom gibt es sogar eine spezielle Technik, die so genannte Bauchhypnose (engl. „gut directed hypnotherapy“).

Die Geschichte der Hypnose im engeren Sinn geht zurück bis ins 19. Jahrhundert. Im Lauf der Zeit sind sehr viele Erkrankungen und Beschwerden mit Hypnose behandelt worden. Angefangen z.B. mit dem Einsatz zur Anästhesie bei Operationen durch den schottischen Augenarzt James Braid (1795-1860), über psychische Erkrankungen wie die zur Zeit von Sigmund Freund (1856-1939) verbreitete so genannte „Hysterie“, über Krankheiten mit Schmerzen, Ängsten, bis hin zu schwersten körperlichen Krankheiten wie bei Tumoren.

Was ist wichtig

Es ist wichtig zu wissen, dass Hypnose nur bei freiwilliger und offener Mitarbeit des Patienten gut gelingen kann. Patient und Therapeut sollten sich über das Ziel der Behandlung gut unterhalten haben, damit beide wissen, was erreicht werden soll.

Schließlich ist es der Patient, der sich während der Behandlung im therapeutischen Trancezustand befindet und mit Hilfe des Therapeuten eigentlich sich selbst behandelt, wozu der Therapeut letztlich nur die Anleitung gibt.

Der Erfolg der Behandlung hängt also einerseits sehr davon ab, dass der Patient sich auf die in der Hypnose herbeigeführten Trancezustände gut „einlässt“, d.h. durchaus auch von einer gewissen Neugier auf das dort zu Erlebende. Andererseits ist das Vertrauen in den Therapeuten wichtig, besonders zu Therapiebeginn.

Mit zunehmender Erfahrung in den Trancezuständen wird den Patienten schnell klar, dass es in der modernen Hypnose nicht um „Fremdbestimmung“ oder „Fremdsteuerung“ des Patienten durch den Therapeuten geht, sondern um die Eröffnung eigener innerer Räume, die der Patient selbst und autonom erlebt, gestaltet und verändert.

Der Therapeut zeigt hier nur den Weg, hilft dem Patienten, sich zurecht zu finden und in die richtige Richtung zu gehen.